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Religion in Ägypten

Schätzungen über die gesamte Anhängerzahl des Islams bewegen sich zwischen 690 Mio. und einer Milliarde Menschen. Er wurde zuerst von Mohammed Ibn Abdallah (570632), später Prophet Mohammed genannt, einem Kaufmann aus Mekka, gepredigt. Seine weiten Reisen mit Handelskara! wanen sowie sein tiefes religiöses Interesse brachten ihm Kenntnisse der Religion seiner näheren und weiteren Umgebung. Der Koran ist die heilige Schrift des Islam. Er enthält nach dem Glauben der Muslime die wörtliche Offenbarung Gottes (Allahs) an den Propheten Mohammed, vermittelt durch den Erzengel Gabriel. Im Islam gibt es zwei große Richtungen: die der Sunniten und die der Schiiten. Die wichtigste Lehre ist, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass iMohammed sein letzter und vollkommenster Prophet ist. Aus dem Koran und der Sunna leiten sich die fünf Säulen des Islam ab, d.h. die wichtigsten Glaubensvorschriften und Pflichten eines Muslims: 

1.   Schahada, das Glaubensbekenntnis

2.   Salat, das tägliche, fünfmalige Gebet

3.   Sakat, das Geben von Almosen

4.   Saum, das Fasten im heiligen Monat Ramadan

5.   Hadsch, mindestens einmal im Leben sollte die Wallfahrt nach Mekka unternommen werden, sofern es finanziell und gesundheitlich möglich ist.Sehr viele Ägypter halten sich streng an die Pflichten des Islams. Auch das Kopftuch wird von vielen Frauen wieder freiwillig getragen. 

Ramadan ,, Das Fasten im Ramadan, dem neunten Monat des Der Ramadan endet mit dem Fest Aid el Fitr, an dem islamischen Kalenders, ist eine der fünf Säulen des Islam. Der Koran schreibt allen erwachsenen Muslimen vor, in diesen ca. 29 Tagen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf jegliche Speisen und Getränke sowie aufs Rauchen und sexuelle Kontakte zu verzichten. Laut Koran gibt diese Fastenzeit den Gläubigen die Möglichkeit, ihre Frömmigkeit zu pflegen. Alte Menschen, Kranke, Schwangere und Reisende sind von diesem Fastengebot ausgenommen. Das Fasten endet jeden Abend mit dem Ruf des Muezzins der nächstgelegenen Moschee beim Sonnenuntergangsgebet. Die Familien versammeln sich in ihren Häusern und beginnen das Schlemmen. Die Straßen leeren sich, und eine unheimliche Stille kehrt in die Stadt ähnlich unserer besinnlichen Weihnachtszeit. Nach dem ersten großen Schmausen füllen sich die Straßen mit buntem Treiben. Besondere Gebetsandachten, während derer lange Abschnitte aus dem Koran gelesen werden, begleiten die Nacht. Erst am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang beginnen die zehrenden Stunden des Fastens erneut. Auch wenn der Ramadan eine auslaugende Zeit für die Gläubigen ist, empfinden die Menschen ihn nicht als Strafe, sondern als Fest, als Zeit zur Versenkung in den Willen Allahs und als Fest der Familie. Das Teilen der Speisen mit Menschen, die allein und arm sind, ist vor allem im Ramadan, dem Monat des Mitfühlens und Zusammenrückens, selbstverständlich. Das tägliche Leben verfällt im Ramadan in einen Halbschlaf. Zahlreiche Geschäfte bleiben geschlossen oder öffnen nur wenige Stunden täglich. Auch Behörden und Banken haben eingeschränkte Öffnungszeiten. Haben Sie Verständnis, dass sich die Hotelangestellten zur Zeit des Fastenbrechens in den Abendstunden für einige Momente zum besinnlichen Speisen zurückziehen und die Geschäfte während dieser Zeit geschlossen bleiben.

 

Kopten in Ägypten

Ägyptische Koptisch Christliche Kirche

 

„Wer das Gute in seiner eigenen Religion nicht findet, wird es auch in anderen Religionen nicht finden."

Die in Ägypten vorherrschende Religion ist der Islam mit etwa 72 Millionen Gläubigen. Die ägyptische Verfassung gewährt Glaubens und Religionsfreiheit, erklärt jedoch gleichzeitig den Islam zur offiziellen Landesreligion. Die meisten Ägypter sind Muslime. Die zweitgrößte Religionsgemeinschaft und gleichzeitig auch die größte religiöse Minderheit neben dem Islam bilden die Kopten mit ca. 10% der Bevölkerung. Der Begriff "Kopte" ist der griechischen Bezeichnung für die Ägypter „aigyptos" entlehnt und bezeichnet noch heute die christliche Glaubensgemeinschaft im Land am Nil. Im 2. Jh. n.Chr. konvertierten viele Ägypter zum 

Christentum, doch bereits zwei Jahrhunderte später erfolgte der Bruch mit der orthodoxen Kirche. Die Abspaltung wurde sowohl durch die Streitfrage über die allgemeingültige Definition der Person Jesu als auch die Vormachtstellungüber die Christenheit im Orient ausgelöst. Auch die Fremdbestimmung durch die theologischen Zentren Rom und Byzanz wurde mit Gewalt bekämpft. Nach der arabischislamischen Eroberung Ägyptens seit dem 7. Jahrhundert nahm die Anzahl der Kopten stetig ab, und seit Beginn des 16. Jahrhunderts bilden die Kopten eine Minderheit im eigenen Land. Ein unauslöschliches Glaubenssymbol der Kopten ist ein tätowiertes Kreuz am rechten Handgelenk. Ägypten ist eines der wenigen Länder der Welt, in dem die Religionszugehörigkeit eines jeden Staatsbürgers im Personalausweis verzeichnet ist. Die Religion spielt im Alltagsleben der Kopten nach wie vor eine große Rolle. Ehen zwischen Angehörigen unterschiedlicher Religionen und sogar anderen christlichen Glaubensrichtungen sind absolute Ausnahmen. ln der Öffentlichkeit bemühen sich die Kopten um eine gewisse Zurückhaltung. Dennoch genießen sie als unübertroffene Fachleute im Finanzwesen und auch bei der Müllbeseitigung in der Hauptstadt Kairo einen guten Ruf. Weniger bekannt als das islamische Kairo rund um Khan Khalili, aber genauso sehenswert ist das koptische Viertel Misr EIQadima in der Nähe des Nils mit zahlreichen koptischen Kirchen aus dem bis 5. Jh. Die wohl bekannteste dieser Kirchen ist die Kirche EIMoallaka oder St. Maria, die auch unter dem Namen „die Schwebende" bekannt ist.