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Die Geschichte von Ägypten


Die ägyptische Kulturgeschichte kann auf mehr als 5.000 Jahre zurückblicken, in deren Verlauf eine der ersten Hochkulturen entstanden ist. Zu Beginn der Entwicklung erfolgte die schrittweise Besiedelung der Nilufer. In der Frühzeit kristallisierte sich der Pharao als religiöse und politische Führungsfigur heraus. Danach folgten abwechselnd Phasen von staatlicher Einheit und Vielfalt, wobei die Blütezeiten der staatlichen Einheit Altes Reich, Mittleres Reich und Neues Reich genannt werden. Die Abschnitte der Vielfalt gelten als Zwischenzeiten. 

Die ägyptische Geschichte im zeitlichen Überblick. Dabei geht die Einteilung in Reiche und Zwischenzeiten auf moderne, wissenschaftliche Konventionen zurück, wohingegen die Einteilung in Dynastien auf den ägyptischen Priester Manetho aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.  zurückgeht.

  • Frühzeit (1.-2. Dynastie): etwa 3100 – 2670 v. Chr.
  • Altes Reich (3.-6. Dynastie): etwa 2670 – 2150 v. Chr.
  • Erste Zwischenzeit (7.-11. Dynastie): etwa 2150 – 2040 v. Chr.
  • Mittleres Reich (11.-13. Dynastie): etwa 2040 – 1650 v. Chr.
  • Zweite Zwischenzeit (14.-17. Dynastie): etwa 1650 – 1550 v. Chr.
  • Neues Reich (18.-20. Dynastie): etwa 1550 – 1070 v. Chr.
  • Dritte Zwischenzeit (21.-25. Dynastie): 1070 – 664 v. Chr.
  • Spätzeit (26.-31. Dynastie): 664 – 330 v. Chr.

Drei Jahrhunderte vor der modernen Zeitrechnung begann in Ägypten die Griechisch-Römische Epoche unter Alexander dem Großen.  In dieser Zeit entwickelt sich Ägypten zu einem der reichsten und mächtigsten Staaten im östlichen Mittelmeerraum. Die Bauaktivitäten wurden fortgesetzt, so dass auch weiterhin Tempel entstanden, die aber im Stil der Pharaonen ausgeführt wurden und nicht in der sonst üblichen, antiken Architektur der Griechen und Römer. Erst die Kopten in byzantinischer Zeit lösten sich von der pharaonischen Tradition. In der Zeit vom 7. bis zum 16. Jahrhundert, dem arabisch-islamischen Mittelalter, festigten sich in Ägypten die arabische Kultur und der Islam. Die Kopten wurden zur religiösen Minderheit, pflegten ihre Traditionen aber weiter. Die Geschicke Ägyptens wurden zu dieser Zeit aus Damaskus und Bagdad gelenkt.

Ab dem beginnenden 16. Jahrhundert setzte in Ägypten mit den Eroberungen der Türken für die folgenden drei Jahrhunderte eine Zeit der Fremdherrschaft ein. Die Zeit des Osmanischen Reiches endete erst 1798/1799 mit der französischen Expedition von Napoleon Bonaparte nach Ägypten. Danach beginnt die Zeit des modernen Ägypten, in der zunächst der Machteinfluss der Briten dominiert. Im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts erlangte das Land dann seinen Status als unabhängiges Königreich mit einer konstitutionellen Monarchie zurück. Nachdem König Faruk I. 1952 gestürzt wurde, riefen General Nagib und Gamal Abdel Nasser  1953 die ägyptische Republik aus.